Schulsozialarbeit war lange ein freiwilliger Zusatz. Mit der Aufnahme in die Schulgesetze mehrerer Länder hat sich das geändert — die Stellen werden geschaffen, doch die Ausbildung kommt nicht hinterher. Die Folge sind Quereinsteiger ohne pädagogische Grundausbildung in sensiblen Aufgabenfeldern.
Die Inobhutnahme-Statistik der Jugendämter wirft Fragen auf. Während die absolute Zahl der Maßnahmen steigt, gehen die personalen Ressourcen pro Fall zurück. Fachkräfte berichten von einer Triage, die offiziell nicht stattfindet, aber in der Praxis längst Realität ist.
Inklusion an Regelschulen scheitert nicht am pädagogischen Konzept, sondern an Ressourcen. Wer in der Praxis arbeitet, kennt das Bild: Eine Inklusionshelferin pro Klasse, drei Kinder mit Förderbedarf, eine Lehrkraft, die regelmäßig krankheitsbedingt ausfällt.

