Was an dieser Stelle zu wenig zur Sprache kommt, ist die Perspektive der Betroffenen selbst. Sie tauchen in Statistiken auf, in Fallbesprechungen, in Pressemitteilungen — selten in eigener Stimme. Diese Leerstelle gehört adressiert.
Inklusion an Regelschulen scheitert nicht am pädagogischen Konzept, sondern an Ressourcen. Wer in der Praxis arbeitet, kennt das Bild: Eine Inklusionshelferin pro Klasse, drei Kinder mit Förderbedarf, eine Lehrkraft, die regelmäßig krankheitsbedingt ausfällt.
Die Redaktion hat im Vorfeld mit mehreren Fachpersonen gesprochen, die anonym bleiben wollten. Was in diesen Gesprächen zur Sprache kam, deckt sich nur teilweise mit den offiziellen Verlautbarungen — und genau das macht die Berichterstattung schwierig.

