Im Eckpunktepapier finden sich vor allem Absichtserklärungen. Verbindlich wird es erst in der Ausschussberatung — und dort hat sich in der Vergangenheit gezeigt, wie schnell sozialpolitische Versprechen aus Koalitionsverhandlungen verwässert werden können.

Was an dieser Stelle zu wenig zur Sprache kommt, ist die Perspektive der Betroffenen selbst. Sie tauchen in Statistiken auf, in Fallbesprechungen, in Pressemitteilungen — selten in eigener Stimme. Diese Leerstelle gehört adressiert.

Strukturelle Probleme lassen sich selten durch individuelle Anstrengung kompensieren. Wer das versucht, läuft Gefahr, sich selbst zu verbrauchen — und damit dem Feld langfristig zu schaden. Genau hier liegt die Verantwortung der Träger.